Ein unglaublicher Skandal - die horrenden Beamtenpensionen in Deutschland

Tuesday, May 21. 2013
Es ist ein unglaublicher Skandal, anders ist es nicht zu bezeichnen: Die deutschen Beamtenpensionen sind im Durchschnitt dreimal so hoch wie die Durchschnittsrente. Die hohen Pensionen sind nicht zu rechtfertigen - auch wenn angeblich drei Viertel der deutschen Beamten einen Studienabschluss haben sollten und die Beamtenpensionen im Wettbewerb mit anderen Renten von "normalen" studierten Mitarbeitern stehen würden. Ein aussagekräftiger Vergleich liegt hier sowieso nicht vor, zuverlässige Statistiken über die durchschnittliche Rentenhöhe von Mitarbeitern mit Studienabschluss in Unternehmen gibt es meiner Kenntnis nach nicht - der gesunde Menschenverstand besagt, dass auch studiertes Personal bei ihrer Rente beileibe nicht so üppig ausgestattet wird wie die Beamten. Studierte müssen darüber hinaus, wie zahlreiche andere Arbeitnehmer auch, selbstverständlich zusätzlich privat vorsorgen.

Meiner Auffassung nach müssen auch keine 75 Prozent der Beamten über einen Studienabschluss verfügen. Das Gemeinwesen eines Staats funktioniert auch "nur" mit einem Studierten-Anteil in Höhe von 30 Prozent. Und Deutschland kann mit generell weniger Beamten verwaltet werden, ohne Einbußen bei den Steuereinnahmen hinnehmen zu müssen, vor allem wenn das Steuersystem vereinfacht würde. Mitarbeiter, die keine Beamte sind, können genauso wie gute Staatsdiener zuverlässig für den Staat arbeiten. Es braucht keine Treue und besondere Verpflichtung gegenüber dem Staat in Form des Beamtentums in Deutschland - auch das besagt der gesunde Menschenverstand.


Der Bundestag: "Froschteich" mit ca. 30% Beamtenanteil. #21460294 © Benshot

Beamte können nicht gekündigt werden - gleichgültig, ob sie nun besonders engagiert sind oder nicht, gleichgültig wie sich die Wirtschaftslage verhält. Sie können sich stets auf ein geregeltes und gutes Einkommen für sich und ihre Familien verlassen. Dies stellen unschätzbare Vorteile dar, gerade in Zeiten von jahrelangen Wirtschafts- und Finanzkrisen, und sollte alleine als Anreiz für eine Beamtenschaft ausreichen. Eine weitere große Ungerechtigkeit: Für ihre eigenen Pension einzahlen müssen Beamte nie, die Bürger und Unternehmen mit ihren Steuergeldern bezahlen ihre Altersvorsorge – und jetzt kommt's: Bis zum Jahr 2050 müssen Bürger und Betriebe in Deutschland ca. ein bis zwei Billionen Euro (!) für Beamtenpensionen zahlen. Rücklagen hierfür sind von den verantwortlichen Politikern nie gebildet worden. Auch wenn wir mittlerweile durch die vielen Euro-Rettungspakete die immens hohen Milliarden-Beträge gewöhnt sind, schlägt diese Summe und deren Zustandekommen dem Fass entgültig den Boden aus.

Die Politik ist ganz klar gefordert, doch leider ist von ihr nichts zu erwarten. Angela Merkel (CDU) macht nur das Nötigste und legt sich schon gar nicht mit der mächtigen Beamten-Lobby an. Das oberste Ziel ihrer Politik ist es, niemanden zu verärgern, ja nichts Falsches zu sagen, und an der Macht zu bleiben. Die FDP ist zu schwach, die SPD ebenfalls und die Grünen haben ihre Wähler überwiegend in der Beamtenschaft, die sie nicht aufschrecken wollen. Aus diesem Grund können Trittin & Co. auch Steuererhöhungen in ihr Wahlprogramm schreiben, denn ihren Wählern, also Beamten und Menschen aus "beamtenähnlichen Verhältnissen", sind größere Abschläge vom Einkommen fremd, Steuererhöhungen interessieren sie nur am Rande. Es kommt noch hinzu, dass das Parlament zum großen Teil aus Beamten besteht. Und Frösche trocknen nun mal ihren eigenen Teich nicht aus.

In ein paar Jahren bereits kann es jedoch passieren, dass die Not (in Form von noch gigantischeren Schulden) groß und der öffentliche Druck massiv steigen wird - ähnlich wie einst unter Bundeskanzler Gerhard Schröder, als vier bis fünf Millionen Arbeitslose auf der Straße standen und Schröder sich genötigt sah, die Agenda 2010 zu verabschieden. Kommt es soweit, hat auch die deutsche Beamten-Lobby nichts mehr zu melden, vorausgesetzt ein/e Kanzler/in ist an der Macht, die/der Mut und Charakter aufweist.


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Stuttgart 21 - die Würfel sind gefallen

Monday, November 28. 2011

Der neue Bahnhof in Stuttgart wird gebaut - die Bürger im Ländle haben es gestern via Volksabstimmung entschieden. Ehrlich gesagt, bin ich etwas geschockt, dass die laufende, hohe Verschuldung des Landes, die aktuelle Euro-Krise (die noch mehr Verschuldung des Bundes mit sich bringen kann) nicht zum Gegenteil geführt haben. Die meisten haben wohl kein Gefühl mehr für die exorbitanten Summen, um die es da geht - dabei müssen sie und ihre Kinder die ganzen Schulden und Zinsen eines Tages in Form von noch höheren Steuern selbst zurückbezahlen. Das wird von den meisten vermutlich völlig verdrängt oder erst gar nicht gecheckt. Die viel günstigere Lösung der Grünen, also die moderate Modernisierung des Bahnhofs inkl. der Strecken, wäre sicherlich cleverer gewesen, meiner Auffassung nach. Das Leben wäre nach einem Ausstieg wie gehabt weitergegangen, das Land hätte viel Geld eingespart und niemand hätte den Nutzen des neuen Bahnhofs vermisst. Von dem abgesehen, ist sowieso kein ultimativer Zusatznutzen des neuen Bahnhofes zu erkennen in meinen Augen. Die Grünen gehen gestärkt aus der Sache hervor, da Ministerpräsident Kretschmann nun fein raus ist und von seinen Wählern nicht mehr für den Bau von S21 verantwortlich gemacht werden kann. Der CDU wird die Volksabstimmung in ihrem Sinne nichts bringen, da fähiges Personal weiterhin nicht in Sicht ist und Mappus der Partei weiterhin schadet. Warum? Weil sein offensichtlicher Strippenzieher-Job bei Merck Brasilien, den er ohne Kenntnisse von Chemie- oder Pharmavertrieb, geschweige denn Portugiesisch angetreten hatte, nach wenigen Wochen ebenfalls im Desaster endete. Und man fragt sich dann unweigerlich: Was ist das mittlerweile für eine Partei, in der ein Mappus oder auch ein zu Guttenberg (CSU) hochkommen konnte?

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Russischer Botschafter umwirbt "Alleskönner"

Friday, May 27. 2011

Gestern abend fand bei der IHK Karlsruhe eine Veranstaltung des "Deutsch-Russischen Forums Baden-Baden" statt, bei der S. E. Vladimir Grinin, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, einen bemerkenswerten Vortrag hielt. Er bekundete auf entschlossene Weise Russlands Wille, unabhängiger von seinen Rohstoffen zu werden und daher auch Kooperationen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Technologieregion Karlsruhe ins Auge zu fassen. Es reiche nicht nur Leuchtturmprojekte mit Siemens oder Bosch vorweisen zu können, sondern die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den innovativen Unternehmen aus dem Land der "Alleskönner" müsse intensiviert werden. Deutsche und Russen seien sich näher als sie glauben, jeder könne von den Eigenschaften des anderen profitieren. Jedoch wies er auch auf die Schwierigkeiten Russlands hin: Fehlende Fachkräfte sowie die Komplexität der Probleme in Wirtschaft und Gesellschaft, die nur allmählich gelöst werden können. Nach seinem Vortrag stand er noch für Fragen zu Verfügung, die er auch im Detail beantwortete und Lösungen in Aussicht stellte. Wenn die Russen ebenso gewillt sind wie ihr Botschafter, mit Firmen hierzuland in Kontakt zu treten und sich mit ihnen zu vernetzen, könnte dies ein neuer Aufbruch bzgl. der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland bedeuten. Es ist zu hoffen, dass den Worten Taten folgen - nicht nur seitens der russischen Politik & Wirtschaft, sondern auch seitens deutscher KMUs, die den Kontakt auch wollen und suchen müssen.

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